Thomas Schmidinger

Politikwissenschaftler, Sozial- und Kulturanthropologe (Schwerpunkt: Kurdistan, Jihadismus, Naher Osten)

Thomas Schmidinger ist Politikwissenschaftler und Sozial- und Kulturantropologe mit Schwerpunkt Syrien und Irak, Kurdistan, sowie dem Verhältnis von Religion und Staat, Politischer Islam und Jihadismus. Zuletzt arbeitete er an mehreren Studien zum Thema mit (u.a. zu Radikalisierung und Deradikalisierung im Gefängnis) und publizierte ein Buch über Sinjar und den Genozid an den Ezidi 2014 (»Die Welt hat uns vergessen«. Der Genozid des »Islamischen Staates« an den JesidInnen und die Folgen. Wien 2019). 2015 brachte er im selben Verlag das Buch „Jihadismus. Ideologie, Prävention und Deradikalisierung“ heraus.

Pressestatement vom 26.09.2019:
„Österreich hat eine Verantwortung für seine StaatsbürgerInnen und zwar auch dann wenn diese Verbrechen im Ausland begangen haben. Extremismusprävention bedeutet auch mit den TäterInnen, v.a. aber mit deren Kindern rechtsstaatlich umzugehen und sich nicht vor der Verantwortung zu drücken, indem man diese einfach in Syrien oder im Irak lässt. Dies bedeutet aber auch, dass man sich danach um die Kinder der TäterInnen kümmern muss, um die Entstehung von Heldenmythen ebenso zu verhindern wie eine Stigmatisierung dieser Kinder und damit eine Wiederholung der Geschichte in der nächsten Generation zu vermeiden.“

> Lebenslauf

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