Von der radikalen Randgruppe zur Massenbewegung?

Mit Julia Ebner (Autorin und Extremismusforscherin am Institute for Strategic Dialogue) und Florian Klenk (Chefredakteur des Falter)

Rund um die Welt lehnen sich RechtsextremistInnen gegen das sogenannte Establishment auf und versuchen AnhängerInnen aus unterschiedlichsten Bevölkerungssegmenten zu rekrutieren. In den vergangenen Monaten kam es vermehrt zum Schulterschluss mit Corona-LeugnerInnen, ImpfgegnerInnen, VerschwörungstheoretikerInnen und ReichsbürgerInnen.

Die Kunst der neuen Rechten ist es, Ängste und Frustrationen der breiten Masse zu instrumentalisieren und eine ganz eigene Welt der Wirklichkeit zu schaffen.

Im Rahmen einer Wiener Vorlesung soll der Frage nachgegangen werden, wie aus der amerikanischen Randgruppe QAnon die weltweit größte Verschwörungstheoretiker-Community wurde, die von den Stürmen auf das Kapitol in den USA bis hin zu Corona-Demos in Wien Schlagzeilen macht. „Die letzten Jahre haben gezeigt, wie schnell sich radikale Randgruppen in die Mitte der Gesellschaft vorarbeiten können. Wir müssen gefährdete Menschen erreichen, bevor ExtremistInnen es tun.“

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